Venezuela: Kaufhauskette Traki akzeptiert Kryptowährungen

Traki, eine große Kaufhauskette aus Venezuela, akzeptiert nun Kryptowährungen als Zahlungsmittel. Der Grund für die Zuwendung zu neuen Formen der Bezahlung könnte an dem schwindenden Vertrauen der Bevölkerung in staatliche Währungen liegen.

Traki nimmt Krypto-Zahlungen an

Traki ist eine große Kaufhauskette in Venezuela. Bereits seit 30 Jahren gibt es das Unternehmen. Insgesamt gibt es 49 Niederlassungen in vielen der großen Städte des Landes. Dort findet man von Mode bis zu Küchengeräten alles.

Aus verschiedenen Posts der Kaufhauskette auf den sozialen Medien geht nun hervor, dass die Kaufhauskette bereits seit mindestens Oktober Zahlungen in digitalen Coins entgegennimmt. Mit den Kryptowährungen Bitcoin (BTC), Bitcoin Cash (BCH), Dash (DASH), Ethereum (ETH) und Litecoin (LTC) können Gegenstände in dem Warenhaus gekauft werden.

Support von der Community

Aufgrund der Politik der Regierung und eines Rückgangs des Gewinns durch Ölexporte ist die Wirtschaft in Venezuela stark rückläufig. Es wird erwartet, dass die Inflationsrate bis zum Ende des Jahres auf über eine Million Prozent steigen wird. Im kommenden Jahr ist es wahrscheinlich, dass die Preise für Verbraucher um 10 Millionen Prozent steigen werden, berichtete der internationale Währungsfonds.

Die Probleme des Landes haben viele aus der Krypto-Szene dazu bewogen, digitale Anlagen als Lösung der Probleme, die durch die Geldpolitik entstanden sind, anzupreisen. Dies hatte unter anderem zu der Gründung von gemeinnützigen Organisationen wie der Eatbch Initiative geführt. Die Initiative kauft mithilfe von Spenden in Bitcoin Cash Lebensmittel, die sie an bedürftige Gemeinden in Venezuela spendet.

Eine Nutzerin auf Reddit berichtete darüber, wie sie mit Kryptowährungen und der Kaufhauskette etwas Gutes tun will. Durch Spenden in Bitcoin war sie in der Lage, über 800 Gegenstände bei Traki zu kaufen. Die Frau, die hinter der Idee steckt, wurde für die Aktion gefilmt. In dem Video sieht man, wie sie Kleidung und Schulgegenstände für Kinder in Not kaufte.

Image via Unsplash

Corinna ist die Chefredakteurin von Coinwelt. Seit 2016 dreht sich ihre Welt um Kryptowährungen und die Blockchain. Es vergeht kein Tag, an dem Corinna sich nicht darüber ärgert, dass sie nicht gleich am ersten Tag in Bitcoin investiert hat. Besonders spannend findet sie die internationale Rechtslage für Währungen wie Bitcoin. Für die Zukunft hofft sie auf eine positive Haltung der Gesetzgeber und klare Gesetze im Umgang mit digitalen Coins.

Check Also

Ethereum: Constantinople Upgrade findet am 14. Januar statt

Vor wenigen Tagen wurde auf Github das offizielle Datum für Ethereums Upgrade Constantinople veröffentlicht. Dieses …

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.